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Grundwasser schützen, Bio-Landwirtschaft stärken

Förderbescheidübergabe für Projekt zum Schutz von Grund-und Trinkwasser im Oberpfälzer Jura durch Entwicklung bioregionaler Wertschöpfungsketten für Druschfrüchte

Projekte: WERTSCHÖPFUNSGKETTE BIO-GETREIDE, VERMARKTUNG UND LOGISTIK VON REGIONALEN BIOPRODUKTEN
Gruppenfoto mit Öko-Modellregionsschild und fünf Förderbescheiden
Förderstart für das neue Projekt: Die Öko-Modellregionen mit Sonja Rieger (ÖMR Kelheim), Annika Reich (ÖMR Amberg-Sulzbach,) Franz Herrler (TWS Oberpfälzer Jura), Laura Braun (ÖMR Neumarkt) und Roland Weiß (ÖMR Regensburg) nahmen die Förderbescheide von insgesamt über 90.000 Euro von Amtsleiter Kurt Hillinger (ALE) entgegen.
© TWS Oberpfälzer Jura

Das Projekt „Entwicklung von regionalen Bio-Wertschöpfungsketten für Druschfrüchte für den präventiven Grund- und Trinkwasserschutz im Oberpfälzer Jura“ verfolgt die gleichen Ziele wie die ÖMRs: die Produktion und Vermarktung heimischer Bio-Lebensmittel voranzubringen und die regionale Identität bewusst zu machen. Mit der Förderung über „Außergewöhnliche Projekte“ setzt das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung, Forsten und Tourismus ein klares Zeichen für den ökologischen Landbau und die regionale Entwicklung. Denn seit 2021 können die bayerischen Öko Modellregionen die Begleitung außergewöhnlicher Projekte und Ideen, die die ökologische Landwirtschaft stärken und weiterentwickeln, mit bis zu 50 Prozent bezuschusst bekommen. Den restlichen Anteil tragen die Projektträger selbst. Damit soll in der Region Oberpfälzer Jura mit knapp 180.000 Euro der präventive Trinkwasserschutz durch den Öko-Landbau gestärkt werden. Treibende Kraft soll dabei der Aufbau neuer Absatzmöglichkeiten für Bio-Druschfrüchte sein.

Über 400 000 Wasserkunden profitieren davon und können ihrerseits die Reinheit ihres Trinkwassers durch den Kauf heimischer Bio-Produkte unterstützen. Eine besondere Rolle spielt die biologische Landbewirtschaftung. Sie weist tendenziell eine höhere Wasserhaltefähigkeit und höhere Infiltrationsraten auf. Dadurch kann mehr Wasser im Boden gespeichert werden und versickern, was die Grundwasserneubildung unterstützt. Gleichzeitig leistet sie aktiven Hochwasserschutz, weil Böden Niederschläge besser aufnehmen können. Ebenso bietet der im Ökolandbau verankerte vollständige Verzicht auf Herbizide beste Voraussetzungen für einen nachhaltigen Schutz der Grundwasservorkommen. Dadurch leistet die Arbeit der Bio-Landwirtinnen und Landwirte einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl und soll durch das Projekt gezielt unterstützt und gewürdigt werden.

Ein weiterer Baustein ist eine Befragung der umstellungsinteressierten Betriebe. Sie soll zeigen, welche Herausforderungen, Unsicherheiten und Unterstützungsbedarfe es rund um Trinkwasserschutz, regionale Wertschöpfung und landwirtschaftliche Praxis gibt. So können die weiteren Maßnahmen gezielt an den Bedürfnissen der Landwirtschaft ausgerichtet werden.

Damit verbindet das Projekt ökologische Verantwortung mit regionaler Entwicklung und dem Blick auf kommende Generationen. Trinkwasserschutz betrifft alle Menschen, sichert eine zentrale Lebensgrundlage und soll mehr Bewusstsein für regionale Öko-Landwirtschaft und Öko-Lebensmittel schaffen.

Die Förderung soll den Dialog zwischen Landwirtschaft, Wasserschutz, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie weiteren Partnern vertiefen und konkrete Schritte in der Region voranbringen.

 

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