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Kinosessel aus Stroh

"Kino am Bauernhof" am Bajuwarenhof

Projekt: Landwirte-Verbraucher-Dialog
Die Idee vom Ampitheater aus Stroh begeisterte die Gastgeber Regina und Dominik Steffel von Anfang an.
Kinoatmosphäre dort, wo sonst landwirtschaftliche Maschinen stehen
© ÖMR-Glonn-Mangfalltal-Aying

Mit viel Liebe zum Detail hatten Regina und Dominik Steffl ihre Maschinenhalle in ein Amphitheater aus Stroh verwandelt. Warmes Licht, liebevolle Dekoration und die besondere Kulisse eines landwirtschaftlichen Betriebs schufen eine Atmosphäre, die das Publikum anzog und schnell alle Plätze füllte.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kino am Bauernhof“ der Öko-Modellregion Glonn-Mangfalltal-Aying öffnete der familiengeführte Demeter-Betrieb seine Tore und gab Einblicke in die biodynamische Landwirtschaft. Bei einer Hofführung nahm sich Landwirt Dominik Steffl Zeit für die zahlreichen Fragen seiner Gäste. Es ging um Tierhaltung, Kreisläufe, Vermarktung und den Alltag eines Bio-Betriebs – vor allem aber um das, was Landwirtschaft heute tatsächlich bedeutet: Verantwortung, Fachwissen und die Bereitschaft, jeden Tag aufs Neue mit den Unwägbarkeiten von Wetter, Markt und Natur umzugehen.

Passend dazu zeigte der Dokumentarfilm „Unsere große kleine Farm“ den Traum eines Paares von einer naturnah bewirtschafteten Farm. Eindrucksvolle Tier- und Landschaftsaufnahmen begeisterten das Publikum, doch vor allem überzeugte die ungeschönte Darstellung von landwirtschaftlichen Erfolgen und Rückschlägen. Die im Publikum anwesenden Landwirte wertschätzten die positive Botschaft des Films – merkten allerdings mit einem Schmunzeln an, dass sich der wirtschaftliche Erfolg der gezeigten Farm wohl nicht so leicht auf den eigenen Betriebsalltag übertragen lasse.

Dass Landwirtschaft nicht nur Arbeit, sondern auch Genuss bedeutet, bewiesen Regina und Dominik Steffl den Kinogästen mit ihren hofeigenen Spezialitäten. So servierten sie unter anderem Pastrami, eine italienische Schinken-Spezialität vom eigenen Bio-Rind. Und natürlich gab es zum Kino auch frisch zubereitetes Bio-Popcorn.

Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass sich Landwirtschaft am besten dort vermitteln lässt, wo sie mit allen Sinnen erlebt werden kann.

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