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Welche Auswirkung hat Bio auf die Umwelt

Bio und Wasser

Projekt: Öko? Logisch!
eine Wasseruhr mit einer hohen Zahl ist sichtbar
Wasseruhr von
© Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.

Nach Angaben der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser konnten durch den Ökolandbau im Jahr 2025 rund 2,73 Milliarden Kubikmeter beziehungsweise mehr als 2,7 Billionen Liter sauberes Wasser für die Allgemeinheit geschützt werden. Dieses Wasser könne aufgrund der Eigenschaften ökologisch bewirtschafteter Böden besser in die Grundwasserspeicher gelangen. Zum Vergleich: Die geschützte Wassermenge entspricht ungefähr dem gemeinsamen Volumen des Schweriner Sees, der Müritz, des Königssees, des Großen Plöner Sees und des Plauer Sees. In den niederschlagsreicheren Jahren 2024 und 2023 lag die berechnete Menge sogar bei etwa 4 beziehungsweise 3,8 Milliarden Kubikmetern.

Ökolandbau als Wasserspeicher

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Fähigkeit der Böden, Niederschlagswasser aufzunehmen. Laut einer Studie des Thünen-Instituts können ökologisch bewirtschaftete Böden rund 137 Prozent mehr Regenwasser aufnehmen als konventionell bewirtschaftete Böden. Sie funktionieren dadurch gewissermaßen wie ein Schwamm: Das Wasser kann besser in den Boden eindringen und anschließend zur Neubildung des Grundwassers beitragen.

Als Gründe dafür werden unter anderem die höhere biologische Vielfalt und die lockerere Bodenstruktur genannt. Diese Eigenschaften ermöglichen eine bessere Aufnahme und Versickerung von Niederschlagswasser. Gerade in trockenen Jahren ist diese Fähigkeit von großer Bedeutung, weil vorhandener Regen möglichst effektiv im Boden gespeichert beziehungsweise dem Grundwasser zugeführt werden kann.

In Deutschland werden derzeit rund 1,9 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht etwa 11,7 Prozent der Ackerflächen.

Bedeutung bei zunehmender Trockenheit

Die Bedeutung dieses Wasserschutzes wird im Text mit der zunehmenden Trockenheit in Deutschland begründet. Bereits 2025 war ein außergewöhnlich trockenes Jahr. Deutschland verzeichnete durchschnittlich nur 642 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, was etwa 17 Prozent weniger als das langjährige Mittel entspricht. Besonders extrem war die Situation im Frühjahr: Von Anfang Februar bis Mai wurde eine historische Trockenheit registriert.

Vor diesem Hintergrund sieht die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser den Ökolandbau als wichtigen Bestandteil einer Strategie zum Schutz der deutschen Trinkwasserreserven. Gerade wenn über längere Zeit wenig Niederschlag fällt, sei es entscheidend, dass die vorhandenen Niederschläge möglichst effizient aufgenommen werden und nicht ungenutzt abfließen.

Weniger Schadstoffe im Grundwasser

Neben der besseren Wasseraufnahme spielt auch der Verzicht auf synthetische Pestizide und mineralische Stickstoffdünger eine wichtige Rolle. Diese Mittel werden im Ökolandbau nicht eingesetzt. Dadurch gelangen weniger potenziell problematische Stoffe in den Boden und damit letztlich ins Grundwasser.

Für die Wasserversorger bedeutet dies einen geringeren Aufwand bei der technischen Aufbereitung des Wassers. Nach den Berechnungen der Bio-Wasseruhr können dadurch bis zu 1,8 Milliarden Euro an Wasseraufbereitungskosten eingespart werden.

Der ökologische Landbau trägt demnach aus Sicht der Autoren auf zwei miteinander verbundenen Wegen zum Trinkwasserschutz bei: Er verbessert einerseits die Aufnahme und Neubildung von Grundwasser und verringert andererseits die Belastung des Wassers mit landwirtschaftlichen Schadstoffen.

Grundlage der Berechnung

Die sogenannte Bio-Wasseruhr berechnet die Wassermenge, die durch ökologisch bewirtschaftete Flächen geschützt werden kann. Dafür werden drei wesentliche Faktoren miteinander kombiniert:

  1. die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland,
  2. die Größe beziehungsweise der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsflächen und
  3. die durchschnittliche Grundwasserneubildungsrate dieser Flächen.

Für ökologisch bewirtschaftete Böden wird dabei eine Grundwasserneubildungsrate von 22 Prozent angesetzt. Bei konventionell bewirtschafteten Böden wird dagegen von 16 Prozent ausgegangen. Die höhere Rate bei Ökoflächen wird mit deren besserer Fähigkeit zur Regeninfiltration begründet.

Fazit

Der Text stellt den Ökolandbau als einen wichtigen Baustein für die Sicherung der deutschen Wasserressourcen dar. Durch die bessere Aufnahme von Regenwasser können ökologisch bewirtschaftete Böden dazu beitragen, dass mehr Wasser in die Grundwasserspeicher gelangt. Gleichzeitig reduziert der Verzicht auf synthetische Pestizide und mineralische Dünger die Belastung des Grundwassers und damit den notwendigen technischen Aufwand bei der Trinkwasseraufbereitung.

Besonders angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Dürreperioden und Wasserkrisen wird deshalb eine konsequente Förderung des ökologischen Landbaus gefordert. Die im Text zitierte Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser bezeichnet die Bio-Böden sinngemäß als eine Art natürlichen Wasserspeicher, der selbst bei geringen Niederschlagsmengen möglichst viel Wasser aufnehmen und unbelastet in das Grundwasser weiterleiten kann.

Kernaussage: Ökologischer Landbau soll nicht nur als Form der Landwirtschaft betrachtet werden, sondern auch als wichtiger Beitrag zum vorsorgenden Grundwasser- und Trinkwasserschutz.

Hier zum nachlesen: https://bio-mineralwasser.de/bio-wasseruhr/ 

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