Auf die Bio-Flocken, fertig, los!

Die ersten Bio-Kartoffelflocken aus Bayern

Projekt: Paartaler Speisekartoffeln

Südstärkewerk Sünching

Südstärkewerk Sünching
© Südstärke

Nicht nur die Käufer von morgen machen sich auf die Suche nach zukunftsfähigen, nachhaltigen Produkten: Auch die Südstärke, die seit über 100 Jahren Kartoffelstärke, Stärkederivate und Flocken herstellt und vermarktet, setzt für 2021 verstärkt auf Nachhaltigkeit und Innovation. Für das Traditionsunternehmen mit Werken im oberbayerischen Schrobenhausen und im oberpfälzischen Sünching stehen schon seit jeher die Kundenwünsche im Mittelpunkt.
Im Herbst 2020 wurden die ersten zuckerfreien Bayerischen Bio-Kartoffelflocken im Sünchinger Werk hergestellt und können zukünftig in vielen Bereichen der Bio-Lebensmittelherstellung eingesetzt werden. Diese Versuchsproduktion wurde von der Öko-Modellregion Paartal begleitet und mit den Kartoffeln der Bio-Vermarktungsgesellschaft Pöttmes durchgeführt. Damit soll sich nicht nur kleinen Bio-Lebensmittelherstellern, sondern auch großen Marken die Tür in die Biowelt weiter öffnen. Südstärke hat inzwischen auch eine "Clean-Label" Lebensmittelstärke in Bioqualität im Programm. Mit dieser zarten, aber sehr innovationsträchtigen Ausrichtung reagiert die Südstärke auf die Zielsetzung der Staatsregierung, die Bio-Produktion in Bayern bis zum Jahr 2030 auf 30% zu erhöhen und hat dabei das globale Wachstum des Bio-Lebensmittelmarkts im Blick.

Eckdaten Südstärke:
Die Südstärke verarbeitet an zwei Produktionsstandorten in Schrobenhausen und Sünching rund 600.000 Tonnen Kartoffeln pro Jahr und damit ein Drittel der bayerischen Kartoffelernte. Etwa 1.400 Vertragslandwirte liefern dafür den Rohstoff Stärkekartoffeln. Durch die genossenschaftliche Struktur wird der Rohstoff für die Produktion von den Eigentümern der Südstärke, den Vertragslandwirten, selbst angebaut, im eigenen Unternehmen verarbeitet und vermarktet. Die Südstärke beschäftigt an den beiden Standorten derzeit ca. 270 Mitarbeiter.

Eckdaten Öko-Modellregion Paartal:
Die Öko-Modellregionen sind ein Baustein des Landesprogramms BioRegio 2020, das das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2013 ins Leben gerufen hat. Im Fokus der Öko-Modellregionen steht aber nicht nur die Steigerung der Öko-Anbaufläche, sondern besonders der Aufbau neuer Wertschöpfungsketten in der Region.
Die Wertschöpfungskette der Bio-Kartoffeln aus dem Paartal neu und weiterdenken, das haben sich einige Akteure zum Auftrag gemacht und in diesem Zusammenhang steht auch die Zusammenarbeit mit der Südstärke, um zukünftig neue Verwertungswege wie die Weiterverarbeitung zu Flocken, Stärke oder Eiweiß für die Bio-Tierfütterung zu etablieren.

Eckdaten Bio-Vermarktungsgesellschaft Pöttmes:
Die Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH als einer der wichtigen
Öko-Kartoffelerzeugergemeinschaften in Deutschland bietet den Anbauern eine starke Gemeinschaft und den Partnern in Handel und Verarbeitung Liefersicherheit und langfristige strategische Zusammenarbeit.

Flocken-Herstellung:
Zur Herstellung von Kartoffelflocken werden die rohen Kartoffeln gewaschen, dann gedämpft und gequetscht bzw. püriert. Die gekochten und pürierten Kartoffeln werden dann auf einem Walzentrockner zu Flocken verarbeitet.
Durch ein spezielles Prozessverfahren kann auf Einsatz eines Emulgators gänzlich verzichtet werden; der duftende Kartoffelgeschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Technische Daten:
Kartoffelflocken enthalten vor allem Stärke (~60 % der TS), die durch das Dämpfen aufgeschlossen (verkleistert) ist. Sie sind fettarm und enthalten hochwertiges Kartoffelprotein.
Sie besitzen eine ausgezeichnete Quellfähigkeit auch in kaltem Wasser und werden v.a. in der Snackindustrie, für trockene, frittierte und gefrostete Kartoffelbeilagen und in Convenienceprodukten oder dem Backhandwerk eingesetzt.

18.01.2021

Region: Paartal