Die Förderung der Biozertifizierung geht weiter!

Einstimmiger Beschluss im Kreistag Rhön-Grabfeld

Projekt: Biolebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung , Engagement von Kreis und Kommunen , Förderungen regionaler Wertschöpfungketten, Netzwerke und Kooperationen , Mehr Bio in der Rhöner Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung

Brot

Brot
© Foto: Daniel Delang

Die Öko-Modellregion steht für ökologische Lebensmittelerzeugung als interessante Entwicklungsperspektive für Betriebe und für Wertschöpfungsketten, die Arbeitsplätze in der Region sichern und schaffen.
In der Primärproduktion zeigt sich der Landkreis Rhön-Grabfeld mit ca. 14 % Biobetrieben und knapp 19 % ökologisch bewirtschafteter Fläche bereits überdurchschnittlich (Stand 2021). In den Bereichen Verarbeitung, Außer-Haus-Verpflegung und Handel besteht noch großes Potenzial.
Um auch im nachgelagerten Bereich Anreize für den Einsatz und die Auslobung von regionalen Bio-Lebensmitteln zu setzten, beschloss der Kreistag Rhön-Grabfeld im Juli 2021 einstimmig die Neuauflage der Förderrichtlinie Biozertifizierung.
Demnach können kleine und mittelständische Unternehmen mit Betriebssitz in Rhön-Grabfeld ab dem 01.08.2021 einen Zuschuss von bis zu 75% der Zertifizierungskosten beantragen.

Schon 2019 setzte der Landkreis Rhön-Grabfeld mit der zweijährigen Förderung der Biozertifizierung in Verarbeitung, Außer-Haus-Verpflegung und Handel einen klaren Akzent für ein Mehr an Bio-Lebensmitteln in der Region. Nachdem die Richtlinie Ende 2020 auslief, stellte Frau Dr. Maike Hamacher, Projektmanagerin der Öko-Modellregion, die Neuauflage am 07.07.2021 im Kreistag vor. Innerhalb der bisherigen Laufzeit haben zwei Gastronomiebetriebe, zwei Verarbeiter und ein Händler, die Förderung in Anspruch genommen, um ihr Angebot auf Bio-Lebensmitteln umzustellen. Zertifiziert wurden sowohl Einzelkomponenten, wie z.B. Bio-Rindfleisch aus der Region als auch ganze Produktelinien, wie Bio-Brot und Bio-Brötchen. Zudem berichtete die Projektmanagerin, dass die Initiative auch über den Landkreis hinaus auf großes Interesse gestoßen sei und Impulsgeber für andere Region war.
Wie in den Vorjahren stellt der Landkreis eine Summe von 20.000€ über den Zeitraum von zwei Jahren zur Verfügung. Vorraussetzung für die Förderung ist wie bisher der Betriebssitz in Rhön-Grabfeld und max. 50 Mitarbeiter. Mindestens eins der Produkte auf das sich die Zertifizierung bezieht, stammt von einem Betrieb aus dem Landkreis. Darüberhinaus verpflichten sich gefördtere Unternehmen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, Produkte aus der Gebietskulisse Rhön zu beziehen.
Dazu kommt die Neuauflage mit zwei Änderungen daher: Ab sofort werden ausdrücklich auch Einrichtungen und Betriebe, die nicht zwingend der Kontrollpflicht unterliegen, wie zB Kindergärten und Schulen, gefördert. Um gerade Betriebe in der Neugründung zu ermutigen von Anfang an Bio-Produkte zu verwenden und entsprechend auszuloben, wird die Förderung von 50% auf 75% der Zertifizierungskosten angehoben. Der Kreistag stimmte dem Beschluss einstimmig zu. Die Richtlinie tritt ab dem 01.08.2021 in Kraft.

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