Streuobstwiesen als Lebensraum fördern

Landwirtschaftsamt, Stadt und Ökomodellregion gemeinsam für mehr Biodiversität

Projekt: Öffentlichkeitsarbeit , Streuobst und Artenschutz

Die Anlage von Streuobstwiesen liegt auch dem Tittmoninger Bürgermeister Konrad Schupfner am Herzen.
© Stadt Tittmoning

Artikel aus der Südostbayerischen Rundschau vom Donnerstag, den 5.12.2019

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Tittmoning. – Acht neue Obstbäume hat der Freistaat Bayern der Stadt Tittmoning im Rahmen der landesweiten Streuobst-Aktion des Landwirtschaftsministeriums gestiftet, die Ministerin Michaela Kaniber im Frühjahr gestartet hatte.

Mit einer Pflanzaktion am Burgberg und in der Wasservorstadt unterstrichen der Tittmoninger Bürgermeister Konrad Schupfner und Alfons Leitenbacher, Chef des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF), ihre gemeinsamen Bemühungen für den vielfältigen Lebensraum Streuobstwiese.

„Wir unterstützen die Pflanzaktion für Streuobsthochstämme in der Ökomodellregion von Beginn an“, so Bürgermeister Konrad Schupfner. „Es ist nicht einfach, freie kommunale Flächen für Obstwiesen zu finden, deshalb haben wir die Pflanzung auf zwei Flächen aufgeteilt. Wir gehen mit gutem Beispiel voran und hoffen, dass künftig weitere Tittmoninger Grundstücksbesitzer und Landwirte unserem Beispiel mit dem Obstanger folgen. Unsere Streuobstwiesen sind ein echtes Rupertiwinkler Kulturgut, der Nutzen für Mensch, Tier und Umwelt ist vielfältig“, so der Rathauschef.

Laut Landwirtschaftsministerium ist die Anzahl der Streuobstwiesen seit 1965 um ca. 70% zurückgegangen. Jährlich mindert sich der Bestand um rund 100.000 Streuobstbäume. Das Landwirtschaftsministerium will mit der Pflanzaktion ein Zeichen gegen den fortschreitenden Rückgang der Streuobstwiesen in Bayern setzen. Gemeinden, Grundstücksbesitzer und die interessierte Öffentlichkeit sollen für das Thema „Biodiversität und Artenvielfalt“ stärker sensibilisiert werden.
„Biodiversität ist die nächsten Jahre auch in der Landwirtschaftsverwaltung ein wichtiges Thema“, so Amtschef Alfons Leitenbacher, „wir führen dazu vielfältige Aktionen und Beratungsmaßnahmen durch“.

Der größte Teil der Streuobsthochstämme in der Ökomodellregion wird unter Regie des Landschaftspflegeverbands gepflanzt. Heuer wurden 93 Hochstämme auf Traunsteiner Seite neu gepflanzt, sodass die Gesamtzahl der neuen Streuobstbäume seit 2014 bei 822 liegt; das Ziel liegt bei 1.500 Stück. Interessierte Grundstücksbesitzer können sich bei der Ökomodellregion oder beim Landschaftspflegeverband Traunstein für die nächste Pflanzaktion melden (Tel. 08681/ 400537 oder oekomodellregion@waging.de).

17.12.2019

Region: Waginger See - Rupertiwinkel