Wann: Montag, 31. März 2025, von 18 bis 20 Uhr
Wo: Bürgerhaus Gartensaal, Marktler Str. 15a, 84489 Burghausen
Referent: Prof. Dr. Kurt-Jürgen Hülsbergen - Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme - Technische Universität München
Professor Hülsbergen ist Träger der Max-Schönleutner-Medaille. Die Max Schönleutner Gesellschaft versteht sich als Vermittler zwischen Unternehmen und Verbänden in Agrarbereich, Wissenschaft und Forschung. Ihr Ziel ist es, in Bayern zukunftsweisende Agrar- und Gartenbauwissenschaften voranzubringen.
Der Experte erläutert, wie der Aufbau von Humus sowie und der Einsatz von Pflanzenkohle nicht nur den Boden fruchtbarer macht, sondern auch das Grundwasser und das Klima schützt. Das aktuelle Forschungsprojekt von Prof. Hülsbergen konzentriert sich auf den Einsatz von Pflanzenkohle und Kompost, den Anbau von Luzerne-Kleegras und Agroforstsysteme.
Die “4per1000 Initiative” hat zum Ziel, weltweit gesunde und kohlenstoffreiche Böden zu etablieren. Humusreiche Böden können Kohlenstoff aus der Luft speichern. Überdies braucht es humusreiche Böden, um ausreichend Nahrungsmittel nachhaltig zu produzieren. Hülsbergen zeigt die Auswirkungen von unterschiedlichen Fruchtfolgen, unterschiedlichem Pflanzenbau und verschiedener Bodenbearbeitungen, Düngungen oder unterschiedlicher Fruchtfolgen in seinem Vortrag auf. Die "4p 1000-Initiative" zielt darauf ab, den Kohlenstoffgehalt in Böden weltweit durch nachhaltige Praktiken jährlich zu erhöhen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Pflanzenkohle glänzt als vielversprechendes Mittel zur Kohlenstoffspeicherung und Bodenverbesserung, sie reduziert also Treibhausgase.
Wie Böden dadurch besser und ertragsstabiler werden können, erklären Beteiligte an der “4per1000 Initiative” aus Burghausen und Burgkirchen anhand aktueller Ergebnisse. Burghausen nimmt seit 2021 eine Vorreiterrolle in Deutschland ein, da sie sich als erste deutsche Kommune der internationalen Initiative „4 per 1000“ angeschlossen hat. Die Initiative, 2015 in Frankreich ins Leben gerufen, setzt sich für gesunde, kohlenstoffreiche Böden als Schlüssel für Klimaschutz und Ernährungssicherheit ein. Landwirte wie Simon Steinberger und Andreas Remmelberger aus der Öko-Modellregion Inn-Salzach setzen diese Ansätze erfolgreich um, unterstützt von Forschungsteams der TU München.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Anmeldung geht es hier oder unter Telefon 08677 98 7780.