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Rainer Pfaffinger

Naturverbundenheit und wirtschaftliches Denken zusammenbringen

Mann steht neben Baum
Rainer Pfaffinger will seine acht Hektar so nachhaltig wie möglich nutzen
© Daniel Delang

Was ihm sein Vollzeitjob nicht zu geben vermag, holt sich Rainer, der seine landwirtschaftliche Ausbildung über das Bildungsprogramm Landwirt absolvierte und auch zertifizierter Obstbaumpfleger ist, daheim auf dem Sacherl: Die Verbindung zur Natur, Erdung im wahrsten Sinne des Wortes. Auf seinen acht Hektar baut er im Sieben-Jahres-Rhythmus Körnermais, Hafer, Ackergras, Soja, Roggen, zwei Jahre Kleegras und dann wieder Körnermais an. Das hat kleine Schläge zur Folge, verringert aber das Ernteausfallrisiko.

Früher hatte Rainer auf seinen leichten und kiesigen Böden bei konventioneller Bewirtschaftung mit ortstypischem Körnermais immer wieder Probleme mit Nährstoff-Verwaschung. Deshalb fing er an, erfolgreich mit Sonderkulturen wie Amaranth und Quinoa zu experimentieren. Pflanzenschutzmittel gab es keine dafür, also war der Weg zu ökologischer Wirtschaftsweise nicht weit. 2018/19 stellte Rainer seinen Betrieb komplett auf Bio um. „Naturverbundenheit und wirtschaftliches Denken zusammenbringen. Aktuell bin ich am Tüfteln, wie ich Untersaaten noch weiter ausbauen kann“, erzählt er. Um das Bodenleben zu schonen und die Bedingungen für die nützlichen Regenwürmer zu verbessern, arbeitet Rainer seit einiger Zeit pfluglos. Die Fruchtfolge, das Mulchen von Ernteresten, Kleegras als Untersaat in Getreide,sowie Agroforst sollen zusätzlich beim Humusaufbau und der CO2-Anreicherung im Boden helfen. Verifiziert wird das durch Bodenproben und Auswertung im Zuge eines Humus-Aufbau-Programms.

Neben dem Naturschutzeffekt hat die verminderte Bodenbewirtschaftung auch den Vorteil, dass die Abläufe einfachergestaltet werden können. So können Rainer und Daniela ihren Hauptberufen leichter nachgehen – und unterm Strich bleibt mehr. Rainers Arbeitsweise entspricht seinem Verständnis der Regenerativen Landwirtschaft. Zusammen mit Daniela hegt er einen Traum: Sie möchten den Betrieb irgendwann im Kontext zu ihren sozialen Berufen erweitern.

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