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Klinik St. Irmingard fokussiert Nachhaltigkeit in der Frischeküche

Start des Bioregio-Coachings in Prien

Projekt: Gemeinschaftsverpflegung
5 Personen bei einer Veranstaltung
Das Bild zeigt von links nach rechts: Irmi Prankl (Öko-Modellregion), Steffen Lutz (Abteilungsleiter Speiseversorgung Klinik St. Irmingard), Hubert Bittl (Bio-Coach und Küchenleiter Versicherungskammer Bayern), Christina Zobel (Ltd. Diätassistentin Klinik St. Irmingard) und Silvia Hilger (AELF Ebersberg-Erding) beim Start des BioRegio-Coachings in der Klinik St. Irmingard
© ÖMR

Bei der Gestaltung der Speisepläne orientiert sich das Küchenteam an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auch die in der Klinik angestellten Diätassistentinnen stehen den Köchen mit Rat und Tat zur Seite. Für Lutz sind die Qualität und Regionalität der Lebensmittel wichtig: Das Brot liefert die Bäckerei Müller in Prien. Frische Semmeln und Kuchen stammen von der Bäckerei Miedl in Bad Endorf. Haferflocken, Sonnenblumen- und Kürbiskerne bezieht Lutz von der Kumpfmühle in Prien. Mineralwasser und weitere Getränke stammen von Adelholzener in Siegsdorf. Die Freiland-Eier bezieht Lutz von Familie Mayer aus Zoichl im niederbayerischen Walburgskirchen. Doch das genügt Steffen Lutz noch nicht: Die Klinik hat sich mit der Teilnahme am BioRegio-Coaching dazu entschieden, den Tischgästen zukünftig noch mehr regionale und bio-regionale Lebensmittel anzubieten. Klinik-Geschäftsführer Stefan Düvelmeyer unterstützt die Küche bei diesem Vorhaben: „In unserem Restaurant servieren wir eine alpenländisch-mediterrane Kost. Insbesondere die mediterrane Ernährung baut einen Schutz gegen Tumor- und Herzerkrankungen auf und ist damit für unsere Patienten sehr wertvoll. Bereits jetzt erhalten wir sehr gute Bewertungen für die Verpflegung der Patienten. Gleichzeitig möchten wir das Thema Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen und so auch bei den Speisen weiter voranbringen!“ so der Geschäftsführer.
Erfahrene Ernährungsfachleuten beraten die Klinik beim Coaching. Das Team besteht aus Diplom-Ökotrophologin Silvia Hilger (Sachgebiet Gemeinschaftsverpflegung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding), Bio-Coach Hubert Bittl (Küchenleiter Versicherungskammer Bayern) sowie aus Agrarökonomin Irmi Prankl (Managerin Öko-Modellregion). Wesentliche Bestandteile des Coachings sind die Analyse des Speisenplans, die Analyse und Optimierung des Einkaufs sowie die Erstellung eines Verpflegungsleitbildes.

Über das BioRegio-Coaching
Das Beratungsangebot BioRegio-Coaching richtet sich an Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung in den 35 staatlich anerkannten Öko-Modellregionen im Freistaat. Das BioRegio-Coaching in der Klinik St. Irmingard ist das fünfte Coaching in der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein, bei dem Großküchen darin unterstützt werden, mehr regionale Biolebensmittel in die Speisepläne aufzunehmen. Die Teilnahme am Coaching ist für die Einrichtungen kostenfrei. Silvia Hilger ermuntert interessierte Großküchenbetreiber, ein Coaching mitzumachen. In Gemeinschaft richtig gut essen – sprich mit Genuss, Gesundheit und Qualität - laute die Devise. Am Coaching teilnehmen kann jede Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung mit Sitz in Bayern. Weitere Voraussetzung: Lust darauf, sich selbst aktiv in den Coaching-Prozess einzubringen und Veränderungen zu bewirken.

Über die Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein
Die Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein (ÖMR) besteht aus den Gemeinden Aschau, Bad Feilnbach, Frasdorf, Neubeuern, Raubling, Rohrdorf, Samerberg, Nußdorf, Brannenburg, Oberaudorf und Kiefersfelden sowie der Stadt Bad Aibling. Die ÖMR ist im November 2019 gestartet und hat zum Ziel, die Bio-Landwirtschaft sowie die Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Lebensmitteln in der Region zu fördern. In Hinblick auf den Bioanteil liegt die Region bei den Spitzenreitern in Bayern. So bewirtschaften im Gebiet der ÖMR rund 186 landwirtschaftliche Betriebe eine Fläche von rund 4.500 ha nach den Richtlinien des Öko-Landbaus. Der Anteil der Bio-Landwirtschaft in der ÖMR beträgt derzeit rund 25% gemessen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

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