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Von Niederbayerischer Hauszwetschge über Grahams Jubiläumsapfel, Danziger Kantapfel, Wiltshire und Zabergäu bis zur Edel-Pflaume Oullins Reneklode

Eine Streuobstwiese entsteht -> Vier Apfelbäume plus ein Baum mit Pflaumen und einer mit Zwetschgen bereichern nun Wiese in der Gemeinde Kastl

Frau steht auf Wiese mit Holzschilld "Wir machen Landschaft", im Hintergrund sind Kinder, die einen Baum pflanzen.
Patrizia Weindl, Biologin und Stellvertretende Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Altötting, freut sich, dass in Waldnähe eine neue Streuobst-Wiese in der Gemeinde Kastl entsteht.
© OEMR Inn-Salzach

Für 100 Obstbäume - finanziert über die Gerhard und Ellen Zeidler-Stiftung aus Waldkraiburg - hatte der LPV-AÖ im vergangenen Herbst ein "Für-immer-Zuhause" gesucht. Sechs davon haben nun ihre Heimat auf einer waldnahen Fläche in der Gemeinde Kastl gefunden und verwandeln sie damit in eine Streuobst-Wiese. Diese erfreut künftig im Frühjahr mit zartfarbenen Apfelblüten sowie Blüten von Zwetschge und Pflaume das besondere Fleckchen Erde. Und im Herbst gibt's dann die reifen Früchte zu ernten.

Patrizia Weindl, Biologin und Stellvertretende Geschäftsführerin des LPVs, sowie Manfred Schmelz, Zweiter Vorsitzender und Jugendleiter des Obst- und Gartenbauvereins Kastl, pflanzten gemeinsam mit Mädchen und Buben der Kindergruppe "Gartenzwerge" des Vereins die Bäume. Die Löcher hatte Bio-Bauer Schmelz schon vorab mit entsprechenden Gerätschaften gegraben und vorbereitet. 

Ausgestattet mit Wühlmauskörben (Drahtgeflecht), Stützpfählen, Spaten und Schaufeln ging es ans Werk. Zudem hatte Schmelz auch einige Kanister mit ausreichend Wasser zum Angießen auf seinem Anhänger dabei. Und eine Wuchshülle aus Holz schützt die Stämme vor Windverbiss, wie Weindl schilderte.

Bei wunderbar sonnigem Wetter machte das gemeinsame Unterfangen nicht nur der Kindergruppe des Gartenbauvereins großen Spass. Und in der Pause gab's zur Erfrischung leckeren bayerischen Bio-Apfelsaft über den Digitalen Dorfladen Kastl. Den Saft hatten die ÖMR-Manager Thomas Reiter und Christina Lipp-Himmer im Gepäck, gemeinsam mit einer kurzen Erläuterung über die Entstehung und die Aufgaben der Öko-Modellregionen sowie kindgerechten, spielerisch-informativen Mitgebseln für die Kinder für Daheim. 

Streuobst-Wiesen prägen die Kulturlandschaft im Freistaat, bereichern ländlichen Räume und bringen Obst aus Bayern. Als Hotspots der Artenvielfalt glänzen sie voller Leben. Sie zählen zu den artenreichsten heimischen Lebensräumen, in denen bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten ihr Zuhause finden. Vögel, Kleintiere und Insekten können sich dort tummeln und viele landschaftstypische Gräser und Wildblumen sind dort beheimatet. Weitere Infos zu Streuobst-Wiesen in Bayern gibt es auf den Seiten des Landwirtschafts- und Umweltministeriums hier und hier.


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