Bildungsaufgaben im ländlichen Raum
Nach einem Austausch über die jeweiligen Aktivitäten und Pläne für Ökobetriebe der Region stellten die Teilnehmer schnell fest, dass die Regionalität in der Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung und der Erhalt der Bio-Milchvieh- und Rinderhaltung in der Region allen ein großes Anliegen in der Arbeit ist. Besonders in der Milchviehhaltung stehen viele fränkische Bio-Betriebe wegen der Notwendigkeit der Weidehaltung bei beengten Ortslagen vor großen Problemen. Hier setzt sich der BBV besonders für eine praktikable Lösung in seinen Mitgliedsbetrieben ein. Als weiteres Arbeitsfeld, in dem gleichgerichtete Aufgaben bestehen, wurde die Bildungsarbeit im ländlichen Raum gesehen. In diesem Bereich wollen die Öko-Modellregionen und der BBV Oberfranken mit seinem Bildungswerk in Zukunft näher zusammenarbeiten.
Fördermöglichkeiten der Öko-Modelregionen
Ein wichtiger Austausch geschah in der Runde über die Kleinprojektförderung, über die jede bayerische Öko-Modellregion verfügt. Es handelt sich um begrenzte Budgets, die von der Bayerischen Staatsregierung aus dem Programm BioRegio 2030 über die Ämter für Ländliche Entwicklung bewilligt werden. Über die Zulassung der einzelnen Projekte entscheiden regionale Auswahlgremien, bei denen in den meisten Regionen auch der BBV vertreten ist. Gemeinsam wurde beschlossen, die Fördermöglichkeit im kommenden Jahr noch breiter bekannt zu machen, wenn wieder neue Mittel zur Verfügung stehen. Heuer kann nur noch die neue Öko-Modellregion Coburg Stadt und Land Kleinprojektförderungen vergeben, da in den länger bestehenden Regionen die Jahresbudgets bereits ausgeschöpft sind. Alle waren sich aber einig, wie wirksam die Kleinprojektförderungen gerade in den kleinbäuerlichen Strukturen Oberfrankens sind. Durch geringe Projektmittel im Einzelfall wird gerade den kleinen Betrieben eine wertvolle Hilfestellung für betriebliche Entwicklungsschritte gegeben.