Um 19:30 Uhr begrüßte Robert Meilner die Gruppe und stellte sich und seinen Betrieb vor. Auf seinen Feldern baut er zwölf verschiedene Ackerkulturen an. Dazu gehören die fünf Ölfrüchte Sonnenblumen, Hanf, Leindotter, Öllein und Raps.
Die Ölsaaten werden direkt am Hof zu Bio-Speiseölen verarbeitet und ab Hof, in verschiedenen Dorfläden, im Naturkostfachhandel sowie im Online-Hofladen vermarktet.
Auch die Ölpresse und der Verarbeitungsraum wurden besichtigt. Die Anschaffung der Ölpresse wurde durch die Öko-Modellregion Landkreis Rottal-Inn gefördert. Neben Bio-Ölen stellt der Betrieb glutenfreie Mehle und Müslis her, die nach Angaben des Betriebs auch für Menschen mit Zöliakie geeignet sind. Dabei wurde deutlich, welch hoher Aufwand hinter der Herstellung glutenfreier Produkte steckt: Von der sorgfältigen Auswahl und getrennten Lagerung der Rohstoffe über die gründliche Reinigung der Geräte bis hin zur Verarbeitung muss jeder Schritt darauf ausgerichtet sein, Verunreinigungen durch glutenhaltiges Getreide zu vermeiden. Die Besichtigung zeigte anschaulich, wie viel Sorgfalt und Engagement in den Produkten steckt und wie durch die Verbindung von Anbau, Verarbeitung und Vermarktung regionale Wertschöpfung entsteht.
Im Anschluss vertiefte Robert Meilner die Einblicke mit einer Präsentation zum Ölsaatenanbau und teilte seine Erfahrungen aus der Praxis. Bei alkoholfreiem Bio-Bier und Bio-Limonade klang der Abend mit interessanten Gesprächen und einem regen fachlichen Austausch aus.
Die Öko-Modellregion Landkreis Rottal-Inn bedankt sich bei Familie Meilner für die Gastfreundschaft und die offenen Einblicke in ihren vielseitigen Betrieb sowie bei allen Teilnehmenden für ihr Interesse.