Bio-Sonnenblumen und Bio-Hanf in der Praxis
Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden bei der Besichtigung eines Bio-Sonnenblumenbestands von Bio-Landwirt Günther Böhm praxisnahe Einblicke in den Anbau und die Kulturführung. Gemeinsam mit Klaus Girg von der Naturland-Beratung wurden Erfahrungen ausgetauscht und fachliche Fragen diskutiert. Ergänzend stand die Besichtigung eines benachbarten Bio-Hanfbestands auf dem Programm, der zur Gewinnung von Hanfsaat für die Ölherstellung angebaut wird.
Marktchancen und Vermarktung im Fokus
Im Anschluss wurde das Programm im Seminargebäude des Wasserzweckverbands Laaber-Naab in Beratzhausen fortgesetzt. Fachbeiträge aus Landwirtschaft, Beratung und Vermarktung beleuchteten die wachsende Bedeutung alternativer Bio-Kulturen und zeigten auf, welche Chancen sich für landwirtschaftliche Betriebe ergeben.
Carolin Unterbauer und Stefan Heinrich von der Bayernhof Bio GmbH stellten den großen Bedarf an Bio-Sonnenblumen aus Bayern vor. Liane Regner von der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG ging der Frage nach, welche Kulturen – von Soja und Sonnenblumen über Leinsaat bis hin zu Hirse – zum jeweiligen Betrieb und zum Markt passen.
Carola Zellner von der BIregO eG erläuterte, wie eine erfolgreiche Bündelung gemeinsam umgesetzt werden kann. Benedikt Fuchs von der Agrar Impex GmbH informierte über den Bedarf an Bio-Hirse, Bio-Leinsamen und Bio-Hanfsaat. Pascal Bußmann zeigte zudem auf, wie Trinkwasserschutz und ökologischer Landbau voneinander profitieren können.
Gemeinsam neue Perspektiven schaffen
Die Veranstaltung machte deutlich: Für alternative Bio-Kulturen bestehen interessante Marktchancen. Damit diese Potenziale genutzt werden können, braucht es neben geeigneten Anbaustrategien vor allem verlässliche Vermarktungsstrukturen, eine gute Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette und den Austausch zwischen Landwirtschaft, Beratung und Handel.
Beim anschließenden gemütlichen Ausklang mit Getränken und einem kleinen Imbiss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kooperationen anzustoßen.
Ein herzlicher Dank gilt allen Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmenden für den informativen Austausch und das gemeinsame Engagement für die Zukunft des ökologischen Landbaus.