Familie Sieber stellte ihren Betrieb vor und zeigte insbesondere, welche Bedeutung die Diversifizierung inzwischen hat. Neben der Produktion von Kartoffeln, Süßkartoffeln und Schweinefleisch wurden über die Jahre weitere Standbeine aufgebaut. Mit einem LEADER-geförderten Neubau mit Hofladen, kleinem Café und vielseitig nutzbaren Räumlichkeiten für Erlebnisangebote, Schulklassen und Veranstaltungen wurde dieser Weg zuletzt konsequent weitergeführt.
Beim anschließenden Austausch ging es um die Zukunft der regionalen Landwirtschaft und die Unterstützungsmöglichkeiten durch den Wittelsbacher Land e. V.. Einigkeit bestand darin, dass ökologische und konventionelle Betriebe gemeinsam an einer zukunftsfähigen Landwirtschaft in der Region arbeiten sollten. Ein stärkerer Austausch zu Themen wie eine resiliente Ackerbewirtschaftung und Wassernutzung könnte hier sinnvoll sein. Zugleich warb Familie Sieber dafür, die Bedeutung heimischer Landwirtschaft und regional erzeugter Grundnahrungsmittel wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Preisdruck sei extrem hoch und viele Betriebe könnten sich nicht tragen.
Formate wie „Hof & Politik“ sollen zu mehr Verständnis und Wissen beitragen: durch direkten Austausch, Einblicke in die Praxis und den Dialog zwischen Landwirtschaft und Politik.