Kaniber betonte: "Unser Streuobstpakt hat Wurzeln geschlagen! Mit 250.000 bewilligten Bäumen haben wir ein Viertel unseres großen Ziels von einer Million Bäume erreicht. Würden wir all diese Bäume als Allee pflanzen, reichte sie von Aschaffenburg bis nach Berchtesgaden und wieder zurück – 1.200 Kilometer! Dieses Band aus lebendiger Natur ist ein starkes Zeichen für unsere bayerische Kulturlandschaft, für den Artenschutz und bringt echten Streuobstgenuss aus unserer Heimat. Auf diesen Meilenstein können wir stolz sein. Am Ziel sind wir aber noch nicht. Jetzt heißt es: gemeinsam weiter anpacken, damit unser Streuobstpakt auch in Zukunft kräftig weiterwächst.“
Wie Streuobstwiesen zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen
Glauber erklärte: "Streuobst ist ein Gewinn für die Artenvielfalt, für den Erhalt der Kulturlandschaft vor Ort und für die Regionen Bayerns. Der Bayerische Streuobstpakt ist ein herausragendes Beispiel für den kooperativen Naturschutz in Bayern. Streuobst ist gelebter Naturschutz und ein Stück Heimat, das wir gemeinsam für kommende Generationen sichern. Die Umsetzung des Streuobstpakts in Bayern läuft auf Hochtouren. Entscheidend für den Erfolg ist das breite Bündnis, das hinter dem Streuobstpakt steckt. Diese einzigartige Zusammenarbeit macht den Bayerischen Streuobstpakt so erfolgreich."
Streuobstbestände gehören mit rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Mit vielen seltenen Arten sind die Streuobstwiesen in Bayern Hotspots der Biodiversität. Darüber hinaus tragen die Streuobstbestände zum Erhalt der Kulturlandschaft und zum Klimaschutz bei. Durch die Herstellung vielfältiger Streuobstprodukte leistet der Streuobstanbau zudem einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.
Starke Bilanz seit 2021
Landwirtschaftsministerium und Umweltministerium haben zusammen mit den acht unterzeichnenden Verbänden seit 2021 über 250.000 Pflanzungen und die Pflege von etwa 150.000 Bäumen auf den Weg gebracht. Insgesamt flossen bisher rund 60 Millionen Euro in den Anbau und Erhalt von Streuobstbeständen. Bis 2035 wird das umfassende Maßnahmenpaket gemeinsam mit allen unterzeichnenden Akteuren weiter umgesetzt.
Mit dem Bayerischen Streuobstpakt sollen die Streuobstwiesen auch für die Zukunft erhalten bleiben. Die Maßnahmen des Pakts sind auf den Aufbau zukunftsfähiger Streuobstbestände ausgerichtet, die eine wirtschaftliche und ökologisch hochwertige Bewirtschaftung ermöglichen sollen. Die Pflege- und Sanierung alter Streuobstbestände, umfangreichen Maßnahmen der Wissensvermittlung sowie neue Ansätze, um Streuobst zu nutzen und zu vermarkten, erweisen sich als wirksame Instrumente. Sie tragen dazu bei, Streuobstbestände zu erhalten.
Infos gibt's auf streuobstpakt.bayern.de
Obiger Text basiert auf einer Pressemitteilung des StMUV. Auch Beiträge auf Instagram und Facebook informieren über das Jubiläum des Streuobstpaktes.
-> Eine Übersicht über die Förderprogramme für Streuobst in Bayern bietet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL).
Der Landschaftspflegeverband Altötting informiert hier über "Streuobstwiesen – Tummelplatz der Artenvielfalt". Er berät vor Ort über geeignete Pflegemaßnahmen und Förderprogramme.