Doch zunächst einmal zum Hintergrund. Was sind eigentlich Bruderhähne?
Die männlichen Tiere von Legehennen-Zuchtlinien nennt man Bruderhähne. Sie werden von speziellen Mast-Betrieben aufgezogen. Da sie langsamer wachsen als Masthühner, ist ihre Aufzucht wirtschaftlich herausfordernd. Um die Nutzung von Bruderhähnen wirtschaftlich tragfähig zu gestalten, wurden verschiedene Initiativen ins Leben gerufen. Das Prinzip ist bei allen gleich: Der Eier-Preis beinhaltet einen Aufschlag, mit dem die teure Mast der Legehennen-Brüder quersubventioniert wird. Durch den Zuschuss aus dem Eierverkauf bleibt das Fleisch der Hähne bezahlbar.
Die bio-regionale Wertschöpfungskette im Passauer Land:
Geflügelbetrieb "Eiermacher" in Kremsmünster (AT): Hier wird der Legehennen-Nachwuchs ausgebrütet. Die weiblichen Küken werden an Bio-Legehennenbetriebe weiterverkauft, die männlichen Küken werden von speziellen Bruderhahn-Mast-Betrieben großgezogen und gemästet. Einer dieser Betriebe ist der Biohof von Florian Berger in Bad Birnbach. Weil für Schlachtung und Weiterverarbeitung im Geflügelbereich ganz spezielle Auflagen gelten, wird dieser Schritt wieder von den "Eiermachern" durchgeführt. Das Hähnchen-Hackfleisch wird dann von der Bio-Metzgerei Kammermeier in Kropfmühl (Hauzenberg) zu leckeren Produkten weiterverarbeitet.
Aktuell in Arbeit: Bio-Bolognese Sauce vom Bio-Bruderhahn
In Testphase: Bio-Burger-Patty vom Bio-Bruderhahn
In Planung: Bio Chili con carne vom Bio-Bruderhahn