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Erfolgreiche erste Schwendaktion bei den Almbauern Sepp Steinmüller und Sepp Wildgruber an der Baumoosalm

Almpflege mit dem DAV

Projekt: Landwirt-Verbraucher-Dialog und Bewusstseinsbildung
Gruppe an Menschen
Schwendaktion auf der Abergalm
© ÖMR

Gemeinsam wurden Kreuzkraut, weißer Germer und Disteln gestochen, kleine Fichten entfernt, sowie umgefallenen Bäume aus den Weiden entfernt. Die Almflächen von Sepp Wildgruber und Sepp Steinmüller sind in einem guten Zustand, da beide Almbauern seit vielen Jahren auf eine Koppelbeweidung setzten und die Alm mit ausreichend Vieh bestoßen. Trotzdem gibt es auch auf gut bewirtschafteten Almflächen immer Bedarf an Schwendarbeit.

 „Das ist Wahnsinn, was man in so kurzer Zeit schafft und die Fläche wäre davor fast wieder zum Wald geworden“, zeigte sich Almbauer Sepp Wildgruber beeindruckt vom gemeinsamen Arbeitseinsatz.

 Genau darum geht es beim Schwenden: Alles, was vom Vieh nicht gefressen wird oder die Weideflächen nach und nach verbuschen lässt, wird händisch entfernt. Nur durch diese regelmäßige Pflege bleiben die Almwiesen offen, als Futterfläche nutzbar und gleichzeitig als artenreicher Lebensraum erhalten. Besonders junge Fichten breiten sich vielerorts schnell aus und machen aus offenen Weideflächen innerhalb weniger Jahre wieder Wald.

 Die Aktion zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen steckt. Innerhalb weniger Stunden konnte eine große Fläche bearbeitet werden. Gleichzeitig erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unmittelbar, wie wichtig die Arbeit auf den Almen für den Erhalt unserer Kulturlandschaft ist.

Neben der praktischen Arbeit stand auch der Austausch zwischen Helfern und Almbauern im Mittelpunkt. Bei einer gemeinsamen Brotzeit mit Rinderwürschtln von Sepp Steinmüller Beilagen, Kaffee und Kuchen von Rosi Wildgruber, Kathi Wildgruber und Theresa Steinmüller blieb Zeit für Gespräche, Erfahrungen und das gemeinsame Naturerlebnis in der Bergwelt.

 Nach der Mittagspause wurde auf der Almfläche von Sepp Steinmüller noch Holz von umgefallenen Bäumen aus der Weide entfernt. Ebenso wurde altes Wegematerial des DAV, das unbenützt in der Almfläche lag sauber aufgeschlichtet und eine Wegeverbauung aus Holz und Metallstäben, die seit vielen Jahren nicht mehr in Benützung ist und Verletzungspotential für Mensch und Vieh darstellte, wurde beseitigt.  

 Die Schwendaktionen werden in den Sommermonaten einmal monatlich bei Rosina Gabriel auf der Abergalm und auf der Hofalm in Aschau fortgeführt. Ziel ist es, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer für die Almpflege zu gewinnen und gleichzeitig Almbäuerinnen und Almbauern zu zeigen, dass solche gemeinschaftlichen Aktionen eine echte Entlastung und wertvolle Unterstützung sein können. Gleichzeitig wird wertvolles Wissen über unsere Almen und Kulturlandschaft vermittelt.

 Denn eines wurde bei der Aktion in Oberaudorf deutlich: Wenn viele gemeinsam anpacken, lässt sich in kurzer Zeit enorm viel bewegen — für den Erhalt unserer Almen und unserer traditionellen Kulturlandschaft.

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