Weltweit bedienen sich unterschiedlichste Kulturen dieser Art der Veredelung und Haltbarmachung. Im Kochkurs machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit regionalem Bio-Gemüse auf die Reise durch die unterschiedlichen Rezepte. Kursleiterin Lena Fischl beleuchtete dabei auch den gesundheitlichen Mehrwert der fermentierten Nahrungsmittel: Die Gärung mithilfe natürlich vorkommender Milchsäurebakterien macht das Gemüse nicht nur haltbar, sondern unterstützt unsere Darmflora und somit auch unser Immunsystem. Fermentation ist ein ganz einfacher und natürlicher Vorgang, für den es nur Salz braucht: die Bakterien sind bereits im Gemüse vorhanden, vor allem im bzw. am Bio-Gemüse. Die Bakterien verarbeiten die im Gemüse enthaltenen Kohlenhydrate. Dabei entsteht unter anderem Milchsäure (die entgegen ihres Namens keinen tierischen Ursprung hat!). Das Gemüse wird während der Gärung von den Bakterien „vorverdaut“, wodurch es verträglicher und schonender für unseren Darmtrakt ist.
Nach der theoretischen Einführung durften die Teilnehmenden fleißig selbst fermentieren und sich an 2 unterschiedlichen Rezepturen versuchen. Die Gläser mit dem fermentierten Bio-Gemüse durften mit nach Hause genommen werden und können 1-2 Wochen nach dem Kurs bereits probiert werden.
Die Teilnehmenden waren begeistert: "So einfach, das hätte ich nicht gedacht" so der Tenor und Lena Fischl stand bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Bei bester Stimmung vergingen die 2,5 Stunden des Kurses wie im Flug.
Die Öko-Modellregion plant einen weiteren Kurs im Herbst anzubieten. Ein herzlicher Dank geht auch an die Seniorenbeauftragte der Stadt Pocking, Gerlinde Kaupa, die den Kurs gemeinsam mit Öko-Modellregionsmanagerin Jenny Mähr organisiert hatte.