Der Familienbetrieb wird bereits in vierter Generation bewirtschaftet und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen, vielseitigen Betrieb entwickelt. Seit 2021 werden die landwirtschaftlichen Flächen nach den Naturland-Richtlinien ökologisch bewirtschaftet. Seit 2025 ist der neu gebaute Stall für die Bio-Legehennen in Betrieb.
Neben der Legehennenhaltung setzt der Scheicherhof auch auf die Verarbeitung eigener und regionaler Rohstoffe in der hofeigenen Manufaktur. Dort entstehen unter anderem Frisch-Ei-Spätzle und Eis, die direkt über den Hofladen sowie unter anderem dem Lebensmitteleinzelhandel, die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung vermarktet werden.
Beim Rundgang über den Betrieb erhielten die teilnehmenden Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker einen praxisnahen Einblick in die Verarbeitung regionaler Lebensmittel, die Hühnerhaltung, die ökologische Landwirtschaft sowie die verschiedenen Vermarktungswege. Deutlich wurde dabei, wie viel Wertschöpfung in der Region entstehen kann, wenn Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung möglichst eng miteinander verbunden sind.
Im anschließenden Austausch stand die Frage im Mittelpunkt, wie politische Entscheidungsträger:innen gute Rahmenbedingungen für regionale Wertschöpfung schaffen können. Diskutiert wurden unter anderem die Bedeutung verlässlicher Regelungen und damit Planungssicherheit für Betriebe.
Die Veranstaltungsreihe „Hof & Politik“ verfolgt das Ziel, Kommunalpolitik und Landwirtschaft miteinander ins Gespräch zu bringen und den Blick auf die vielfältigen Leistungen der heimischen Betriebe zu richten. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass eine starke regionale Landwirtschaft ein wesentlicher Baustein für nachhaltige Regionalentwicklung ist – von der Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln über kurze Wertschöpfungsketten bis hin zur Stärkung des ländlichen Raums.