Bio-Mohn von Bauern der Bodenallianz und der ÖMR in Pfaffenhofener Bäckereien

Stärkung bio-regionaler Wertschöpfungsketten

Projekt: Kooperation mit lokalen Lebensmittelverarbeitern

Bio-Mohn

Frische Semmeln mit Pfaffenhofener Bio-Mohn
© Florian Schaipp

Fünf Pfaffenhofener Bäckereien verwenden seit dem Frühjahr diesen Jahres Bio-Mohn von Bauernhöfen der Pfaffenhofener Bodenallianz und der ÖMR. Die Bäckereien Bergmeister, Breitner, Prechter, Treffer aus Tegernbach und Wiesender verwenden den Mohn zur Herstellung von Mohnsemmeln und Mohnbrezen. Der Mohn stammt von einem landwirtschaftlichen Betrieb aus Haimpertshofen.

Seit zwei Jahren baut Bodenallianz-Landwirt Martin Müller dort Blaumohn erfolgreich auf seinem Grund an. In einem Testlauf im letzten Jahr hat der Bauer zunächst rund 800 kg Mohn in Bioqualität produziert. Der Test hat bewiesen: Die Kulturpflanze Mohn hat in Bayern gute Voraussetzungen zu gedeihen. Blaumohn wurde in den 50er Jahren von vielen sudetendeutschen Vertriebenen in ihren Kleingärten angebaut. In den letzten Jahrzehnten ist die violett, rosa oder weißblühende Nutzpflanze jedoch immer mehr in Vergessenheit geraten.
Pfaffenhofens Bürgermeister Thomas Herker freut sich über die neuen Wege, die Landwirt Müller beschreitet. „Die Bauern in der Pfaffenhofener Bodenallianz und der Ökomodellregion Pfaffenhofener Land zeigen uns, dass sie jederzeit bereit sind, etwas Neues zu wagen. Und daraus kann eine Erfolgsgeschichte werden, so wie der Mohn aus Haimpertshofen, der jetzt auf den Semmeln in den Brotzeittüten der Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofener landet.“
Karl Wiesender zeigt sich von der Idee begeistert: „Gerne machen wir hier mit und freuen uns, den heimischen Mohn zu verwenden.“ Der Geschäftsführer der Bäckerei Wiesender kann sich auch vorstellen, weitere Rohstoffe, wie z.B. Getreide, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne von den Landwirten der Bodenallianz zu beziehen.

31.10.2021

Region: Pfaffenhofener Land