Challenge geschafft!

Die Herausforderung war groß, der Umgang kreativ und die Erfahrungen teilweise unerwartet: Regioplus Challenge!

Projekt: „Bewusst Bio“

Nudelspender im Unverpacktladen mit RegioplusChallenge Logo

Nudelspender im Unverpacktladen mit RegioplusChallenge Logo
© Sandra Ledermüller

Eine Woche lang nur das essen, was maximal in 50 km Entfernung in Bio angebaut oder produziert wird.

Da werden selbst eingefleischte "bioregional-Konsument*innen" auf die Probe gestellt: "Ich habe gedacht, ich bin da schon recht gut. Aber der Blick in meinen Kühlschrank hat etwas anderes verraten - da war ich dann schon verblüfft" - das hat mir eine Teilnehmerin im persönlichen Gespräch erzählt.

Auch ein Biobauer hat mich angesprochen, nachdem er die Zeitungsartikel gelesen hatte. Seine Erkenntnisse: "Dass es so schwer ist für die Leute an unsere bioregionalen Produkte zu kommen, hätte ich nicht gedacht. Da müssen wir in der Vermarktung besser werden".
Am Ende des Beitrags finden Sie alle Zeitungsartikel zu Regioplus Challenge 2022 im Paartal!

Doch nicht nur Privatpersonen haben sich der Herausforderung gestellt. Auch die Landwirtschaftsschulen in Friedberg und Schrobenhausen mit den Abteilungen Hauswirtschaft haben die Challenge an ihrem jeweiligen Praxis Küchentag umgesetzt.
Frau Brandstetter (Lehrkraft für das Fach Küchenpraxis in Schrobenhausen) legte sich mächtig ins Zeug, um das traditionelle Kartoffelbuffet bioregional zu gestalten.

Dabei integrierte sie so viele bioregionale Produkte wie möglich, ließ aber einen gesunden Pragmatismus walten. Bei unvermeidlichen Produkten wie Butter, griff sie z.B. auf die Biobutter der Berchtesgadener Molkerei zurück, "das ist wenigsten noch aus Bayern". Auch gab sie Tipps, wie Produkte clever ersetzt werden können: Apfelmus statt Vanillesauce, Mehl statt Speisestärke oder Semmelbrösel einfach selber machen. Transparent vermittelte sie ihren Schülerinnen, wo die Produkte herkommen, welche Einkaufsmöglichkeiten es in der Region gibt, wo und warum sie auf (etwas mehr al 3) Jocker zurückgegriffen hat.

Ihr Fazit: " Bioregionale Ernährung ist möglich, erfordert aber einen gut durchdachten Wochenplan, Kreativität und Zeit zum Einkaufen und Kochen." Wichtig war ihr auch zu betonen, dass es eine gesunde Abwägung braucht zwischen regionalen Produkten und Bioprodukten, für die man etliche Kilometer fahren muss.s.

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14.11.2022

Region: Paartal