Unsere Öko-Modellregion hat ein breites Angebot an Großveranstaltungen, die jährlich zahlreiche Menschen in unsere Städte und Gemeinden bringen. Besonders Nürnberg ist hier mit dem Klassik Open Air, dem Bardentreffen und der Blauen Nacht mit hochkarätigen Veranstaltungen mit hunderttausenden Besuchenden vertreten. Obwohl die Nachfrage stetig steigt, ist das gastronomische Angebot im Bio-Bereich häufig stark unterrepräsentiert. Dies sorgt für einen Bedarf der Weiterentwicklung des gastronomischen Konzepts auf Veranstalterseite, oftmals fehlt es diesen aber an personellen Ressourcen und Strategien dies umzusetzen. Ähnlich sieht es bei Bauern-, Wochen- und Stadtteilmärkten aus. Auf Erzeugerseite stehen oftmals Hürden aufgrund des bürokratischen Aufwands und anderen Vorgaben sowie Standkosten. Über ausgewählte Maßnahmen werden wir das Angebot an hochwertigen und bioregionalen Gastronomie- und Einkaufsangeboten in unseren Städten und Mittelzentren nachhaltig verbessern. Dies geht Hand in Hand mit einer gesteigerten regionalen Wertschöpfung der Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft unserer Öko-Modellregion.
Geplante Maßnahmen 2027-2030
- Erfassung von Bio-Caterern, Foodtrucks und mobilen Gastronomien mit Einzugsbereich der ÖMR
- Erfassung von Rahmenbedingungen, Hemmnissen und Synergiebereichen für Bio-Akteure und BioRegio auf Märkten und Großveranstaltungen. Ableitung von Maßnahmen
- Umsetzung ausgewählter Maßnahmen auf Märkten und Großevents, wie z.B. Anpassung von Vergaberichtlinien und -rahmenbedingungen, Einführung eines Qualitätsmanagements, Bioregio-Coaching interessierter Gastronomien, Vermittlung zwischen Gastronomie und Erzeugung
- Erhöhung des Angebots Bio-regionaler Speisen und Waren auf bestehenden Märkten und Groß-Events der ÖMR
- Ausrichtung von Feierabendmärkten in Nürnberg in belebten Stadtquartieren.
Das Projekt wird in Nürnberg entwickelt, hierfür ist das Referat für Umwelt und Gesundheit Kompetenzträgerin. Nürnberg ist Biostadt und setzt bereits langjährig auf die Förderung bioregionaler Ernährung, mit konkreten Zielbeschlüssen für den Bioanteil in der kommunalen Außer-Haus-Verpflegung sowie Märkten und Großveranstaltungen, sowie dem beschlossenen Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Neben vielen weiteren Bildungs- und Aktionsformaten wie der Bildungswoche "Bumberlgsund" richtet das Referat für Umwelt und Gesundheit das alljährliche Begleitformat "Biofach meets Nürnberg" zur gleichnamigen Bio-Weltleitmesse aus. Zu den Bio-Aktiven innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung unterhält sie ein aktives Netzwerk und betreibt Kooperationen. Dadurch konnten vielerlei positive Entwicklungen angestoßen werden:
- Substantielle Erhöhung der Bioanteile verschiedener kommunaler Gastronomien, wie die Nürnberger Kita-Verpflegung
- Ausbildung zukünftiger Fachkräfte im Lebensmittelhandwerk und Ernährungs- und VErsorgungsmanagement in den beruflichen Schulen B3 und B7
- Etablierung des Studiengangs "Bio-Lebensmittelwirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement" an der TH Nürnberg
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Etablierung des Konzeptes der solidarischen Landwirtschaft in Nürnberg über die Gründung eines eigenen Fördervereins
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Stärkung der heimischen Lebensmittelwirtschaft über Förderung und Beratung, wie das Nürnberger Food-Startup „Kraftschluck“ und die Bio-Sparte der Vermarktungsgenossenschaft der Frankengemüse EG