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Biofach 2026 in Nürnberg –

und die Bayerischen Öko-Modellregionen mitten drin

Ministerin am Messestand
Staatsministerin Kaniber am Stand der Bayerischen Öko-Modellregionen auf der Biofach 2026
© StMELF

Biofach als politischer und fachlicher Impulsgeber

Eröffnet wurde die Messe von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Er unterstrich die Erfolgsgeschichte des Bio-Sektors: Weltweit erwirtschaftet die Branche rund 140 Milliarden Euro Jahresumsatz, davon etwa 18 Milliarden Euro in Deutschland. Die Nachfrage nach Bio-Produkten übersteigt derzeit das Angebot. Bio sichere Wertschöpfung im ländlichen Raum, stärke Resilienz und fördere regionale Identität. Trotz knapper Haushaltsmittel wolle er klare Schwerpunkte setzen – insbesondere in der Außer-Haus-Verpflegung und beim Ausbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten.

In ihrer Laudatio machte die Klimaaktivistin Luise Neubauer Mut angesichts globaler Herausforderungen: Hoffnung aufzugeben sei keine Option. Der ökologische Landbau sei ein „gelebtes Ja zur Welt“ und ein Beweis dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften ohne Ausbeutung möglich ist.

Der begleitende Biofach-Kongress stand unter dem Leitthema „Growing Tomorrow: Young Voices, Bold Visions“ und stellte die nächste Generation in den Mittelpunkt. Visionäre Ideen sowie der Austausch zwischen jungen Akteurinnen und Akteuren und erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern prägten das Programm. Auch ÖMR-Managerinnen und -Manager beteiligten sich an Diskussionsrunden.

Die Bayerischen Öko-Modellregionen: Bio wird regional

Die Präsenz der Öko-Modellregionen auf der Biofach unterstreicht ihr zentrales Anliegen: Bio wird regional. Die Öko-Modellregionen informierten über ihre Arbeit, stellten erfolgreiche Projekte vor und nutzten die Messe als Plattform für Austausch und Vernetzung.

Auch die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, besuchte die Messe am Mittwoch. Am Stand der Öko-Modellregionen informierte sie sich über aktuelle Projekte und Entwicklungen und tauschte sich mit den Verantwortlichen aus. 

Positive Beispiele wie der biozertifizierte Autohof Thiersheim, der Arbeitskreis Biokarpfen oder die starke Resonanz auf den Verfügungsrahmen Ökoprojekte zeigen: Auch in herausfordernden Zeiten entstehen innovative und tragfähige Strukturen.

Thematisiert wurden mit Michaela Kaniber auch Projekte der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein und der Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg.

Geführte Rundgänge: Praxisnah und stark nachgefragt

Ein besonderes Angebot stellten die geführten Messe-Rundgänge dar, organisiert von der Ökopakt-Vernetzungsstelle der LfL und den Öko-Modellregionen. 

Die Führungen richteten sich gezielt an:

  • Akteurinnen und Akteure der Außer-Haus-Verpflegung und Gastronomie

  • das Metzgerhandwerk

  • den Lebensmitteleinzelhandel

Die Rundgänge waren stark nachgefragt und boten praxisnahe Einblicke in Sortimente, Trends und Vermarktungschancen.

Außerdem wurden internationale Delegationen, beispielsweise aus China, Indien, Slowenien und Irland über die Messe geführt.  

„Bio meets Nürnberg“: Bio in der Stadt erleben

Parallel zur Messe fand in der Nürnberger Innenstadt das Begleitprogramm „Bio meets Nürnberg“ statt. Eine Woche lang standen nachhaltige Ernährung, regionale Projekte und Bio-Lebensmittel im Fokus. Infostände, Mitmachaktionen, Kochangebote und kreative Formate wie das Smoothie-Bike machten Bio für Bürgerinnen und Bürger unmittelbar erlebbar. Auch die Öko-Modellregion Nürnberg, Nürnberger Land, Roth war daran aktiv beteiligt.

Fazit:
Die Biofach 2026 zeigte eindrucksvoll, dass der ökologische Landbau wirtschaftliche Perspektiven, regionale Wertschöpfung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet.

Die Bayerischen Öko-Modellregionen setzten dabei ein starkes Zeichen: Bio wird regional gedacht – und erfolgreich umgesetzt zum Wohl des Ländlichen Raums und einer guten Stadt-Land-Partnerschaft. 

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