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Pseudogetreide trotzt der Trockenheit

SoTo steht fest zur regionalen Kooperation

Projekte: Bio verarbeiten und Bio in der Außer-Haus-Küche, Bio-Lebensmittel vom Acker, Öffentlichkeitsarbeit
Felderbegehung mit Thomas Schernthaner, Einkaufsleiter bei SoTo
Felderbegehung mit Thomas Schernthaner, Einkaufsleiter bei SoTo
© Vroni Maier

Die große Trockenheit bedeutete heuer einen schweren Rückschlag für den Anbau von Ackerbohnen, der ganz überwiegend zu Totalausfällen führte; das wurde bei der gemeinsamen Felderbegehung Anfang September deutlich. Während sich Hafer und Emmer, je nach Standort, unterschiedlich gut entwickelt haben, gibt es aber auch einen Gewinner unter den Getreidearten, das ist heuer der Buchweizen. Buchweizen, wiederentdeckt als glutenfreie Getreidesorte, ist eigentlich gar kein Getreide, sondern ein sogenanntes Pseudogetreide, das zu den Knöterichgewächsen gehört. Die Sprecher der unterschiedlichen Anbau-Liefergruppen für Soto waren begeistert, wie gut sich das Pseudogetreide bei Georg Meier, Buchweizensprecher aus Truchtlaching, entwickelt hat.

 „Ende Juni hab ich den Buchweizen unmittelbar nach der Ernte der Wintergerste angebaut“, erzählte der junge Naturlandbauer. „Trotz Trockenheit ist er gut aufgelaufen, und weil er so gut aufgelaufen und schnell gewachsen ist, wurden auch Beikräuter relativ gut unterdrückt. Nach einem Unwetter Ende August ist mein Buchweizen zwar leicht ins Lager gegangen, aber das war noch gut zu verschmerzen. Die Abreife beginnt jetzt, ich denke, dass wir ihn ca. Mitte Oktober ernten können. Voraussichtlich werden wir den Buchweizen dann trocknen müssen“.

 Thomas Schernthaner, Einkaufsleiter bei SoTo und Hauptansprechpartner für die Biobauern, erläuterte, dass SoTo fest zur regionalen Kooperation stehe, auch wenn es wie heuer gelegentlich Rückschläge beim Anbau gebe und somit Lieferkontrakte im Ausnahmefall nicht eingehalten werden könnten. „Wir entwickeln immer wieder neue Rezepturen und versuchen, am Markt möglichst innovativ zu bleiben“, so Schernthaner. „Gemeinsam mit euch werden wir schauen, bei welchen regionalen Rohstoffen wir gemeinsam weitere Lieferpartnerschaften eingehen können. Auch eine verstärkte Zusammenarbeit beim bayerischen Biosiegel ist für uns denkbar, das sollten wir bei einem unserer nächsten Treffen vertiefen“.  

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