Zum Inhalt springen

Vom Apfelsaft zum Burger-Pattie: Kommunale Vertreter sind begeistert von den Erfolgen der Öko-Modellregion

Die Öko-Modellregion ILE an Rott & Inn hat viel geleistet und viel vor – Bericht auf der Interkommunalen Räteversammlung

Projekte: Bewusstseinsbildung & Vernetzung, Bio-Streuobstwiesen, Regionale Wertschöpfungsketten, Verfügungsrahmen Ökoprojekte
Gruppe von Menschen
Jenny Mähr (2.v.r.) ist das Herz der Öko-Modellregion. Sie arbeitet unter anderem mit ILE-Managerin Dr. Ursula Diepolder (2.v.r.) zusammen und stimmt sich ab mit Willi Lindner (r.), Biobauer und 2. Vorsitzender der ILE an Rott & Inn. Sie dankten Josef Fischer (l.), der bis Oktober 2025 die Biobauern-Stammtische organisierte. Ein neuer landwirtschaftlicher Ansprechpartner hat schon seine Arbeit aufgenommen.
© Simone Kuhnt

Landwirt und Projektmanagement-Kollege Josef Fischer organisierte regelmäßige Vernetzungstreffen und Stammtische der Bio-Landwirte. Nach zwei Jahren verabschiedete sich Josef Fischer aus dem ÖMR-Team. Der neue landwirtschaftliche Ansprechpartner der ÖMR ist Biobauer Simon Strangmüller vom Geigerhof in Bad Füssing, der am Tag der Räteversammlung das erste von ihm organisierte Tagesseminar begleitete (Bericht folgt).

Mit verschiedenen Partnern stellte Jenny Mähr Speed-Datings zwischen Gastronomen und Landwirten auf die Beine. Ziel dabei ist es, den Anteil der bioregionalen Produkte in der Außer-Haus-Verpflegung zu erhöhen, also in der Gastronomie und Hotellerie, aber auch in Einrichtungen wie etwa Schulen. Eine Highlight-Veranstaltung war der „Sautanz“ Anfang März 2025 – ein Schlemmer-Buffet mit allem, was das (Bio-)Schwein zu bieten hat – beim Bauer-Wirt in Kirchham. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es heuer gleich zwei Sautänze. Ebenso gut liefen der Online-Umstellertag mit über 50 teilnehmenden Betrieben, die Erfindung eines Sommerdrinks für das offizielle Angrillen des BBV 2025 in Bad Füssing sowie die Übergabe eines regionalen Genuss-Kistls an den bayerischen Landwirtschaftsminister Alois Rainer. 

Mit dem Förderinstrument „Verfügungsrahmen Ökoprojekte“ konnten 2024 und 2025 insgesamt 20 Projekte von biozertifizierten Betrieben gefördert werden, darunter eine Salatwaschanlage, ein Kassensystem und weitere Anschaffungen zur Professionalisierung der regionalen Direktvermarktung. Über den Fördertopf für „Außergewöhnliche Projekte“ unterstützt die ÖMR die Umweltbildungsstation „Haus am Strom“ dabei, ein erlebnispädagogisches Bildungsprogramm zu entwickeln: Alle Grundschulen im ILE-Gebiet können es buchen – und zwar kostenfrei. Anfragen beim Haus am Strom sind jederzeit möglich. Kinder seien die Konsumenten von morgen, ist Jenny Mähr überzeug. Sie tauscht sich zum Thema Schulprojekte auch aus mit dem Nachhaltigkeitsmanagement des Landkreises Passau, mit der Öko-Modellregion Passauer Oberland und weiteren Akteuren.

Mit diesem Schwung wolle man weitermachen, sagt ÖMR-Managerin Jenny Mähr, auch stellvertretend für den neuen landwirtschaftliche Ansprechpartner Simon Strangmüller. Schwerpunktmäßig wird sich das ÖMR-Team 2026 um eine bioregionale Gemeinschaftsverpflegung bemühen und die Initiative „Regional-GENUSS im Passauer Land“ mit der ILE weiter vorantreiben.

„Und zusammen mit der Öko-Modellregion Passauer Oberland wollen wir einen Bio- Burger auf den Markt bringen“, kündigte Jenny Mähr an. Von Seiten der Gastronomen gewünscht werde außerdem eine regionale Bezugsquelle für Biokartoffeln.

Von dieser langen Liste an Erfolgen (und der damit erzielten Medienpräsenz) zeigte sich auch die Fachjury der bayerischen Öko-Modellregionen in ihrer Beurteilung beeindruckt. Aufgrund des positiven Resultats dieser Prüfung wird die Förderung der Öko-Modellregion ILE an Rott & Inn um drei Jahre bis Ende Oktober 2028 verlängert. Die staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern sollen zeigen, wie sich die Produktion und Vermarktung ökologischer Lebensmittel wie auch der Genuss und das Bewusstsein für Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit voranbringen lassen.

Nächste Nachricht